Short Menu – ein kleiner und feiner URL Shortner

Short Menu – ein kleiner und feiner URL Shortner

In Zeiten von sozialen Netzwerken, wie Facebook, Twitter oder Google+, gehören gekürzte URLs zum Alltag und teilweise kürzen diese Netzwerke die ellenlangen URLs, die ihre Nutzer teilen wollen bereits selbst, aber es gibt immer noch Anwender (wie mich), die gekürzte URLs auch für andere Dinge brauchen, sei es zum einfacheren verschicken per Mail oder Instant Messaging oder um eine Liste von Links für den nächsten Blogpost zu erstellen und in diese Kerbe schlägt Short Menu.

Nach der Installation nistet sich Short Menu in der Menüleiste ein und wartet dort auf seinen Einsatz.

Das Short Menu Hauptfenster

Seinen Dienst verrichtet die App von nun an, wenn man eine URL kopiert hat und in dem Programmfenster auf den „URL kürzen!“-Knopf betätigt, oder man die Möglichkeit in den Einstellungen nutzt und sich einen systemweiten Shortcut anlegt, mit dem die Prozedur noch etwas schneller von statten geht.

Einstellungsbereich für systemweiten Kurzbefehl

Einstellung für Kurz-URL-Dienste

In den Einstellungen von Short Menu findet sich zudem noch die Möglichkeit, die lange Liste der Kurz-URL-Dienst um ein paar Einträge zu kürzen, denn Short Menu unterstützt von Haus aus mit

  • tinyurl.com
  • ur.cx
  • 2ty.cc
  • ou.gd
  • shrt.su
  • hop.me
  • uCut.it
  • su.pr
  • qr.cx
  • te.tl
  • is.gd
  • v.gd

doch eine beachtliche Anzahl.

Fazit

Ein kleines Manko hat aber die aktuelle Version (1.1) aus meiner Sicht, denn es werden keine Accounts der Kurz-URL-Dienste unterstützt, so wie es zum Beispiel bit.ly oder goo.gl anbieten. Dies wäre aus meiner Sicht noch ein wünschenswertes Feature, da man so über einen Login bei der jeweiligen Platform die eigenen Kurz-URLs an einem Platz hat und so beispielsweise die Anzahl der Klicks nachvollziehen kann. Allerdings gehe ich nach dem freundlichen Kontakt mit dem Entwickler (@floschliep) davon aus, dass er sich dieser Sache annehmen wird. Alles in allem handelt es sich bei Short Menu um eine gelungene App, jetzt bereits zum festen Bestandteil meiner Helferlein zählt. Der aktuell abgerufene Preis von 0.79€ im Mac App Store ist aus meiner Sicht jedenfalls nicht zu teuer.

Versteckte Dateien im Finder anzeigen

Versteckte Dateien im Finder anzeigen

Von Zeit zu Zeit muss man sich in OS X auch einmal mit versteckten Dateien befassen, um etwas in diesen zu editieren, z.B. wenn man seine Terminal um ein paar Git-spezifische Funktionalitäten erweitern möchte, oder um sie zu löschen. Dies kann man zum einen über das Terminal machen, aber häufig ist die Interaktion mit Dateien über den Finder leichter. Um sich die versteckten Dateien aber im Finder anzeigen zu lassen kommt man aber nicht ganz um das Terminal herum.

Um die versteckten Dateien sichtbar zu machen muss einfach folgender Befehl in das Terminal kopiert werden, der anschließend per Return ausgeführt wird.

defaults write com.apple.finder AppleShowAllFiles TRUE;killall Finder

Möchte man das ganze nun wieder rückgängig verwendet man folgenden Befehl.

defaults write com.apple.finder AppleShowAllFiles FALSE;killall Finder

 

Git im Terminal – zwei kleine Helfer

Eins vorweg, dieser Artikel setzt Kenntnisse der Grundlegenden Funktionsweise von Git voraus. Ich werde hier nicht auf die Funktionsweise von Git eingehen, dafür gibt es Seiten, die dies in einer Art und Weise erläutern, die für mich (mit vertretbarem Aufwand) nicht möglich ist. Mir geht es vor allem darum zwei kleine Einstellungen vorzustellen, die die Arbeit mit Git unter OS X für mich deutlich erleichtert haben.

Für Git existieren zwar diverse GUIs, wie z.B. Gitbox oder Tower, diese ermöglichen aber nur bis zu einem gewissen Grad die Vermeidung des Terminals. Damit man sich nun aber im Terminal leichter in seinem Git Repository zurecht findet gibt es zwei Skripte, die einem hier hilfreich seien können.

Einfärben der Shell

Zum einen gibt es die Möglichkeit über das Hinzufügen von folgenden Befehlen

#functions to show git branch in prompt

function parse_git_branch {
git branch --no-color 2> /dev/null | sed -e '/^[^*]/d' -e 's/* \(.*\)/(\1)/'
}

function proml {
local BLUE="\[\033[0;34m\]"
local RED="\[\033[0;31m\]"
local LIGHT_RED="\[\033[1;31m\]"
local GREEN="\[\033[0;32m\]"
local LIGHT_GREEN="\[\033[1;32m\]"
local WHITE="\[\033[0;37m\]"
local LIGHT_GRAY="\[\033[0;37m\]"
case $TERM in
xterm*)
TITLEBAR=""
;;
*)
TITLEBAR=""
;;
esac

PS1="${TITLEBAR}\
$BLUE[$RED\$(date +%H:%M)$BLUE]\
$BLUE[$RED\u@\h:\w$GREEN\$(parse_git_branch)$BLUE]\
$WHITE\$ "
PS2='>'
PS4='+'
}
proml

zur Datei

~/.bash_profile

den aktuellen Pfad und den aktiven Branch im Shell Prompt anzuzeigen und einzufärben.

Der aktuelle Branch ist in grün markiert.

Wer andere Farben verwenden möchte kann sich die entsprechenden Farbcodes aus dieser Aufstellung benutzen.

ASCII Farbcodes

Automatische Vervollständigung der Git-Befehle

Leider kann OS X, im Gegensatz zu andere Linux-Distributionen, die Git-Befehle im Terminal von Haus aus nicht mit der Tabulator-Taste vervollständigen. Aber auch hierfür gibt es zum Glück eine Lösung.

Unter folgendem Link kann ein git-completion Skript aufgerufen werden. Zum Speichern auf dem eigenen Rechner einfach einen Rechtsklick auf den Link und „Verknüpfte Datei sichern in …“ wählen. Im Anschluss daran muss diese Datei noch in den Home Ordner verschoben und der Dateinamen in

.git-completion.bash

geändert werden.

Zu guter Letzt muss in der vorher erwähnten .bash_profile noch folgende Zeile am Schluss selbiger Datei angehängt werden:

#load script to autocomplete git commands
source ~/.git-completion.bash

Nun noch speichern und das Terminal neu starten und die neuen Fähigkeiten des Terminal genießen.

OS X 10.7 – Text aus Quick Look kopieren

OS X 10.7 – Text aus Quick Look kopieren

Auch unter OS X 10.7 lässt sich die von OS X 10.6 bekannte Funktion zum kopieren von Texten aus dem Quick Look Fenster aktivieren. Dazu gibt man einfach den folgenden Befehl

defaults write com.apple.finder QLEnableTextSelection -bool TRUE;killall Finder

in ein Terminal-Fenster ein und bestätigt mit der Return-Taste.
Nun kann man, wenn man zum Beispiel eine Textdatei per Leertaste in Quick Look öffnet, den Inhalt markieren und mit der Tastenkombination cmd+c aus dem Quick Look Fenster kopieren und in ein anderes Programm einfügen.

Verschiedene Benutzerprofile für Firefox verwalten

Verschiedene Benutzerprofile für Firefox verwalten

Firefox kann verschieden Nutzerprofile verwalten, was sehr nützlich ist, da ich mir so den Browser für verschiedene Tätigkeiten einrichten kann. Ich hatte dazu auch einmal vor Jahren etwas gelesen, es aber nie getestet, geschweige denn genutzt. Ich habe diese Funktion allerdings letztens bei einem guten Freund in Benutzung gesehen und verwende nun auch zwei verschieden Firefox-Profile. Eines für „normales“ Surfen und eines für Webentwicklung, in dem andere Tab-Gruppen angelegt und andere Plug-Ins installiert sind.

Um Firefox nun dazu zu überreden, dass beim Programmstart nachgefragt wird, welches Profil genutzt werden soll geht man unter OS X folgendermaßen vor, wenn Firefox im Programme-Ordner des Systems liegt:

  1. Man wechselt im Terminal in den „MacOS“-Ordner, der innerhalb der Firefox.app liegt.  Dazu einfach erst
    cd /

      und anschließend

    cd /Applications/Firefox/Contents/MacOS/

    ins Terminal eingeben.

  2. Nun muss Firefox einmalig mit der Aufforderung zum anzeigen des Profilmanagers gestartet werden. Dies geschieht durch Eingabe von 
    ./firefox -ProfileManager

    ins Terminal.

Nun startet Firefox und zeigt den Profilmanager an.

Ein kleines Problem hat der Profilmanager allerdings, denn entfernt man den Haken bei „Beim Starten nicht nachfragen“ wird der Profilmanager trotzdem nur dann angezeigt, wenn schon mindestens zwei Profile vorhanden sind.